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Die sicherheitspolitische Kommission des Nationalrats will Munition kaufen. Aber nicht mit den zusätzlichen Mitteln, welche die Armee Ende vergangenen Jahres erhalten hatte. Sondern mit einer weiteren Finanzspritze in der Höhe einer Milliarde Franken.
Zur Kommissionsmehrheit gehört Mauro Tuena. Der SVP-Nationalrat weiss auch, woher das Geld kommen soll: «Letztes Mal haben wir in der Entwicklungshilfe wenig gespart. Hier gibt es noch Luft», sagte er im April im Echo der Zeit von Radio SRF.
Tatsächlich? Eine Woche nach Tuenas Aussage publizierte die OECD wie jedes Jahr die APD-Quoten ihrer Mitglieder. Nun wissen wir, wie viel Geld die Schweiz im vergangenen Jahr im Verhältnis zu ihrem Bruttoinlandprodukt ausgegeben hat. Übersetzen wir in Jasssprache: Angesagt hat die Schweiz 0.7 Prozent. Effektiv gemacht: 0.38 Prozent. Differenz? Schlicht zu gross.
Ohnehin sollte langsam verstanden werden, dass es sich bei der Entwicklungsfinanzierung nur um einen Geldfluss handelt, der vom Globalen Norden in den Süden fliesst. Unter dem Strich gehen die Gelder nämlich in die umgekehrte Richtung. Allein die Kapitalflucht vom afrikanischen Kontinent in den Globalen Norden beträgt seit 1970 über 2 Billionen US-Dollar. Die Differenz zur weltweiten Entwicklungszusammenarbeit? Sie ahnen es: Schlicht zu gross.