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«Mein Name ist Soligue Pi Habalo. Ich bin verheiratet und Vater eines fünfjährigen Kindes. Zudem bin ich Vizepräsident des Branchenverbands für Reis in Togo und Mitglied der Kooperative Essossina in der Region Kara in Zentraltogo.
Zwei Jahre lang habe ich in Nigeria gelebt und dort auf den Feldern gearbeitet. Ich muss sagen, dass das Leben dort nicht einfach ist. Man muss hart arbeiten, um ein wenig Geld zu verdienen. Manche kommen ihr ganzes Leben lang nicht weg von diesem Ort, auch wenn das wenige Geld, das man erhält, nicht ausreicht für ein selbstbestimmtes Leben. Die Kassen sind oft leer.
Angesichts des Leids, das ich erfahren habe, habe ich entschieden, in mein Dorf in Togo zurückzukehren. Dort gründete ich die Kooperative Essossina. Schon bald wiesen die Produzent*innen nachdrücklich auf das Problem des Arbeitskräftemangels auf den Feldern hin. Diese Tatsache hindere sie daran, so zu produzieren, wie sie es möchten. Von diesem Moment an haben wir begonnen, Menschen, die nach Nigeria reisen, zu sensibilisieren. So wollen wir verhindern, dass sie dort von Plantagenbesitzern ausgebeutet werden, und gleichzeitig erreichen, dass Arbeiter*innen in Togo bleiben und hier zu fairen Löhnen arbeiten können.
Im Jahr 2024 haben wir zwei weitere landwirtschaftliche Kooperativen gegründet: Solim und Manodewa. Die jungen Menschen, welche diesen Kooperativen beigetreten sind, sind sehr stolz auf ihre Entscheidung. Alle Mitglieder können zusätzlich zu den Ernten von Reis, Mais, Soja und Chili ein gutes Zusatzeinkommen erarbeiten. Im Vergleich zur Ausbeutung in Nigeria ist diese Zufriedenheit wohltuend. Das Leiden ist fern und die Mitglieder der Kooperativen verdienen einen fairen Lohn, der ihnen gute Perspektiven ermöglicht.
Heute ist die Abwanderung nach Nigeria zurückgegangen. Die Menschen bleiben dank unserer Zusammenarbeit mit PTM und Brücke Le Pont im Dorf, um hier in Togo unter fairen Bedingungen zu arbeiten. Auch mir geht es hier gut. Ich habe Erspartes und auch Lebensmittel wie Mais, Reis und Soja. Dies kann ich gemeinsam mit meiner Familie essen – oder verkaufen, um damit Geld zu verdienen. Ich bin froh, im Dorf geblieben zu sein – und sehr stolz auf meine Arbeit.»