Mit dem Programm «Arbeit in Würde» unterstützen wir jährlich zahlreiche Menschen in Westafrika und Zentralamerika dabei, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern. Hier ein Auszug aus unserer Wirkung im Jahr 2025.
Höhepunkte – das haben wir 2025 mit Ihrer Hilfe erreicht
Tausende Menschen in Benin steigern
ihr Einkommen signifikant
12’587 Produzent*innen und Verarbeiter*innen von Maniok, Reis und Palmöl steigerten ihr Einkommen im vergangenen Jahr um mindesten 20 Prozent. Elf Unternehmer*innen bauten ein Geschäft auf, dass die Verarbeitung der landwirtschaftlichen Produkte erleichtert. Den Produzent*innen und Verarbeiter*innen gelang die Einkommenssteigerung, da sie Zugang zu formellen Märkten erhielten dank dem Aufbau von sechs neuen Aggregator-Geschäftsmodellen. Gemeinsam mit staatlichen Landwirtschaftsberater*innen wurden zudem Schulungsfelder eingerichtet und Vertreter*innen von Kooperativen in den Maniok-, Reis- und Palmöl-Wertschöpfungsketten praxisnah in Anbau- und Verarbeitungsprozessen geschult. Dabei wurden auch neue Manioksorten und Verfahren getestet, welche durch die staatlichen Berater*innen auch über die Projektregion hinaus verbreitet werden und sich darüber hinaus klimatischen Schwankungen besser anpassen. Die Vertreter*innen schulten wiederum die Mitglieder ihrer Kooperativen. So lernten insgesamt 9881 Mitglieder die guten Praktiken, Normen und Standards des jeweiligen Produktes und erhielten regelmässig Unterstützung durch die staatlichen Berater*innen.
Rund 3,8 Mio. USD an Entschädigungen für
Arbeitnehmende in der Region
In El Salvador und Honduras haben Arbeitnehmende dank unserer Projekte 3,77 Millionen US-Dollar an ausstehenden Löhnen und Entschädigungen zurückerhalten. Allein im Textilsektor, in dem die Arbeitsbedingungen besonders prekär sind, erstritten Arbeiter*innen mit Unterstützung unserer Partnerorganisationen rund 1,65 Millionen Dollar: In El Salvador erkämpfte CEDM gemeinsam mit der Gewerkschaftsföderation FEASIES eine Erhöhung des Mindestlohns um 12 Prozent und erstritt 1,48 Millionen Dollar für mehr als 1491 Beschäftigte in den Fabriken, den sogenannten «Maquilas». Gleichzeitig wurde in einer Fabrik des Markenherstellers The North Face eine neue Gewerkschaftssektion gegründet und 340 Arbeiter*innen in diese eingebunden – ein Zeichen, dass sich Organisierung auch in einem zunehmend repressiven Umfeld lohnt. In Honduras erhielten 12 Arbeiterinnen dank unserer Partnerorganisation CODEMUH 170'136 Dollar zurück.
In der Arbeitsjustiz sorgten die fünf vom Projekt finanzierten Vollstreckungsbeamt*innen der Generalstaatsanwaltschaft dafür, dass 1028 Arbeitnehmende 2,07 Millionen Dollar erhielten – ohne diesen Dienst wären viele Urteile auf dem Papier geblieben. Über die konkreten Rückzahlungen hinaus stärkt das Programm die Strukturen, die Arbeitsrechte langfristig durchsetzbar machen: von der Rechtsberatung über die Gerichtsvertretung bis zur Vollstreckung von Urteilen.
«Vergangenes Jahr arbeitete ich noch in einer Strumpffabrik. Jetzt habe ich einen sicheren Job bei einer Bank mit allen Sozialleistungen. Der Bankkurs und die Unterstützung bei der Stellensuche haben mir enorm geholfen. Ich bin sehr stolz auf meinen Job und will weiter lernen.»
Julia Hernández, Absolventin des Projekts Jóvenes Creando Futuro
«Vor dem Projekt verdiente ich mit einem Onlineshop für Handyzubehör ganz wenig. Jetzt habe ich Aufträge als Social-Media-Managerin und berate Unternehmen strategisch. Ich verdiene rund 1550 brasilianische Real im Monat – mehr als den nationalen Mindestlohn! Ich bin dankbar für alles, was ich gelernt habe.»
Ana Paula Marques Barbosa, Absolventin des Projekts Conecta
«Dank meiner Arbeit kann ich meine Familie ernähren und gleichzeitig den Frauen aus der Kooperative die Arbeit erleichtern.»
Théophile Gbongbon, Anbieter für das maschinelle Raffeln von Maniokknollen